Fürth, das „fränkische Venedig“ mit seinen malerischen Kanälen und reichen Geschichte, war schon immer ein Tor zur Vergangenheit. Der Mittelalterliche Weihnachtsmarkt zur Fürther Freiheit entstand aus der Leidenschaft einiger lokaler Historiker und Handwerker, die 2010 die Idee hatten, die Weihnachtstraditionen des Mittelalters wiederzubeleben. Inspiriert von mittelalterlichen Märkten in Nürnberg und Regensburg, startete der erste Markt klein – mit nur 20 Ständen und einem Chor, der Weihnachtslieder auf Latein sang.Heute, nach 15 Jahren, ist der Markt zu einem Highlight der fränkischen Adventssaison geworden. Er ehrt die Traditionen der Fürther Freiheit, einem historischen Platz, der seit dem 14. Jahrhundert als Marktplatz diente und später als Bahnhof. Damals handelten Händler mit Gewürzen aus dem Orient, und heute tun es Nachfahren dieser Berufe: Goldschmiede schmieden Ringe im Stil gotischer Kathedralen, und Lederarbeiter fertigen Beutel, die an Pilgerreisen erinnern.Ein Meilenstein war der Markt 2018, als wir erstmals internationale Gäste aus England und den Niederlanden hatten – alles dank der viralen Videos von unseren Feuerspuckern, die auf Facebook geteilt wurden. Die Community hat den Markt geprägt: Viele Aussteller sind Stammgäste, die ihre Familien in die Zünfte einbinden. In Zeiten wie diesen, wo Traditionen digital geteilt werden, freuen wir uns, diese Geschichten nun auf unserer neuen Website zu bündeln.Welche Tradition möchtet ihr wiederbelebt sehen? Schreibt uns!Schlagwörter: Geschichte Fürth, Mittelalter Weihnachten, Traditionen, Freiheitsplatz
